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Sommer, Teilhabe und Pflege: Wenn Ferien mehr Organisation als Pause bedeuten

Veröffentlicht am 03. Juli 2026 2 Min Lesezeit
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In dieser Podcast-Episode spreche ich mit Tabitha, die aus der Pflege kommt und selbst pflegende Angehörige ist. Gemeinsam mit ihrem beruflichen Partner Thomas hat sie den T.N.T. Betreuungs- und Beratungsdienst gegründet. Aus ihrer eigenen Familiengeschichte heraus weiß sie, wie schwer es sein kann, passende Unterstützung, Beratung und Betreuung für ein Kind mit Behinderung zu finden.

Aus Erfahrung entsteht Unterstützung

Tabitha erzählt, wie aus dem eigenen Bedarf zunächst Pflegeberatung entstand – etwa zu Pflegegrad, Pflegeversicherung und Schwerbehindertenausweis. Weil es kaum Betreuungsangebote für kleine Kinder mit Behinderung gab, gründete sie gemeinsam mit Thomas den Betreuungsdienst. Später kamen Schulbegleitung und Sommerferienbetreuung dazu, damit Kinder schöne Ferientage erleben und Eltern entlastet werden.

Haus Marini: Kurzzeitpflege mit Urlaubsgefühl

Aus der Ferienbetreuung entwickelte sich die Idee einer Kinderkurzzeitpflege mit Übernachtung. Nach langer Suche entstand mit Hilfe einer Stiftung Haus Marini in Brannenburg/Oberbayern. Dort können Kinder, Jugendliche und perspektivisch junge Erwachsene mit Behinderung Ferien erleben: mit Garten, Ausflügen, Kinoabenden, Spielen, Lamas, Hunden und viel Raum für Erholung. Gleichzeitig benennt Tabitha klare Grenzen, etwa bei beatmeten Kindern ohne Intensivpflegekraft.

Entlastung ohne schlechtes Gewissen

Ein großes Thema ist das schlechte Gewissen vieler Eltern, wenn sie ihr Kind in Betreuung geben. Tabitha macht Mut: Fachkräfte machen manches anders, aber trotzdem gut. Viele Familien merken schnell, dass die Auszeit allen hilft – den Eltern, den Geschwisterkindern und auch den Kindern selbst. Besonders wichtig ist ihr, Leistungen wie die Verhinderungspflege zu nutzen, auch stundenweise, damit kleine Freiräume im Alltag entstehen.

Diese Folge zeigt, wie wichtig passende Angebote, gute Beratung und echte Entlastung für pflegende Angehörige sind. Tabitha appelliert daran, auf sich selbst zu achten, Unterstützung anzunehmen und sich kleine Oasen im Alltag zu schaffen. Pflege braucht Herz, aber auch Verstand, Strukturen und Mut, Dinge einfach auszuprobieren. Besucht uns auch gern auf unserem YouTube-Kanal und lasst Eure Fragen, Anregungen und Feedback in den Kommentaren da. In diesem Sinne – einfach weiter Podcast hören, ich freue mich auf Euch.

Eure Francesca

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