Pflege zu Hause neu denken: Warum pflegende Angehörige… | MEDIFOX DAN

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Pflege zu Hause neu denken: Warum pflegende Angehörige mehr Sichtbarkeit brauchen

Veröffentlicht am 14. August 2026 4 Min Lesezeit
INTERVIEW PF Katharina Volkmer Blog 1400x788

In dieser Podcast-Episode spreche ich mit Katharina von Nui Care über eine Gruppe, ohne die unser Pflegesystem schon heute nicht funktionieren würde: pflegende An- und Zugehörige.
Katharina bringt dabei nicht nur ihre Perspektive aus der Entwicklung digitaler Lösungen für die häusliche Pflege mit, sondern auch ihre ganz persönliche Geschichte. Die Pflege ihrer Großmutter hat ihren Blick auf Care-Arbeit grundlegend verändert und den Wunsch entstehen lassen, pflegende Familien besser zu unterstützen. Gemeinsam sprechen wir darüber, welche Herausforderungen Pflege zu Hause mit sich bringt und warum Unterstützung oft genau dann fehlen kann, wenn sie am dringendsten gebraucht wird.

Pflege beginnt oft ohne Vorbereitung

Viele Menschen werden von heute auf morgen zu pflegenden Angehörigen. Plötzlich müssen Anträge gestellt, Leistungen verstanden, Termine koordiniert und Entscheidungen getroffen werden. Gleichzeitig bleibt wenig Zeit, sich durch Gesetzestexte, Pflegegrade oder Beratungsangebote zu arbeiten.

Katharina beschreibt eindrücklich, wie viele Fragen in dieser Situation entstehen und wie schwer es sein kann, verlässliche Informationen zu finden. Genau hier setzen digitale Unterstützungsmöglichkeiten an: Sie sollen Orientierung geben, Bürokratie vereinfachen und Menschen dabei helfen, schneller die Informationen zu erhalten, die sie für ihre individuelle Situation wirklich benötigen.

Pflegende Angehörige sind das Rückgrat des Systems

Ein zentrales Thema der Folge ist die gesellschaftliche Rolle pflegender Angehöriger. Obwohl der überwiegende Teil der Pflege in Deutschland zu Hause stattfindet, fühlen sich viele Betroffene häufig nicht ausreichend wahrgenommen oder unterstützt.

Dabei übernehmen Angehörige täglich Verantwortung, organisieren Versorgung, koordinieren Termine und begleiten Menschen oft über viele Jahre hinweg. Katharina plädiert deshalb dafür, pflegende Angehörige stärker als tragende Säule des Pflegesystems zu verstehen und ihre Leistungen sichtbarer zu machen. Pflege darf keine unsichtbare Aufgabe bleiben, die ausschließlich im privaten Raum stattfindet.

Mehr Menschlichkeit durch digitale Unterstützung

Im Gespräch wird deutlich, dass Digitalisierung und Künstliche Intelligenz nicht als Ersatz für persönliche Beratung gedacht sind. Vielmehr können digitale Angebote dabei helfen, Orientierung zu schaffen und Zeit zurückzugeben.

Wenn Informationen schneller verfügbar sind, Anträge einfacher werden und individuelle Fragen gezielt beantwortet werden können, bleibt mehr Raum für das, was Pflege eigentlich ausmacht: Beziehung, Nähe und gemeinsame Zeit. Genau darin sieht Katharina die große Chance moderner Technologien in der Pflege.

Diese Folge zeigt, dass Care-Arbeit viel mehr ist als Organisation und Versorgung. Sie ist Ausdruck von Verantwortung, Verbundenheit und Menschlichkeit. Gleichzeitig macht das Gespräch deutlich, dass pflegende Angehörige mehr Aufmerksamkeit, Anerkennung und Unterstützung verdienen. Besucht uns auch gern auf unserem YouTube-Kanal und lasst Eure Fragen, Anregungen und Feedback in den Kommentaren da.

In diesem Sinne – einfach weiter Podcast hören, ich freue mich auf Euch.

Eure Francesca
PflegeFaktisch

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