Onboarding in der Pflege: Warum gutes Ankommen lange… | MEDIFOX DAN

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Onboarding in der Pflege: Warum gutes Ankommen lange vor dem ersten Arbeitstag beginnt.

Veröffentlicht am 28. August 2026 4 Min Lesezeit
INTERVIEW PF Samuel Eikermann Blog 1400x788

Neue Mitarbeitende zu gewinnen ist schwer. Sie langfristig zu halten oft noch schwerer. Dabei entscheidet sich häufig schon in den ersten Tagen, ob Menschen sich willkommen fühlen oder innerlich bereits wieder auf Distanz gehen.
Gemeinsam mit Samuel Eikermann spreche ich darüber, warum gutes Onboarding weit mehr ist als eine organisatorische Checkliste. Neue Mitarbeitende zu gewinnen ist herausfordernd, sie langfristig zu halten oft noch mehr. Genau deshalb beginnt erfolgreiche Mitarbeiterbindung nicht erst nach Wochen oder Monaten, sondern bereits vor dem ersten Arbeitstag. Gemeinsam schauen wir darauf, warum Beziehung, Kommunikation und Unternehmenskultur dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Der erste Eindruck entsteht vor dem ersten Arbeitstag

Viele Einrichtungen konzentrieren sich verständlicherweise auf die Personalgewinnung. Doch was passiert eigentlich zwischen Vertragsunterschrift und Arbeitsbeginn?

Samuel macht deutlich, dass gerade diese Phase häufig unterschätzt wird. Bewerberinnen und Bewerber treffen in dieser Zeit ihre ersten emotionalen Entscheidungen: Fühle ich mich willkommen? Werde ich ernst genommen? Ist das wirklich die richtige Einrichtung für mich?

Regelmäßiger Kontakt, klare Informationen und die Möglichkeit, die Einrichtung bereits vor dem Start kennenzulernen, können dabei helfen, Unsicherheiten abzubauen und Vertrauen aufzubauen. Gute Onboarding-Prozesse beginnen deshalb nicht am ersten Arbeitstag, sondern deutlich früher.

Menschen brauchen Orientierung

Besonders Mitarbeitende, die neu in die Pflegebranche kommen, stehen oft vor vielen Fragen. Neben fachlichen Themen müssen sie neue Abläufe, Ansprechpartner, Strukturen und Besonderheiten der Einrichtung kennenlernen.

Im Gespräch wird deutlich, wie wichtig feste Ansprechpartner und klare Orientierungshilfen sind. Niemand sollte das Gefühl haben, mit Fragen allein gelassen zu werden. Ein gelungener Einstieg entsteht dort, wo Menschen wissen, an wen sie sich wenden können und wo sie Unterstützung erhalten.

Dabei spielen oft die kleinen Dinge eine größere Rolle als aufwendige Konzepte: eine persönliche Begrüßung, eine Vorstellungsrunde im Team oder das Gefühl, wirklich willkommen zu sein.

Onboarding ist Beziehungsarbeit

Ein zentraler Gedanke dieser Folge lautet: Onboarding ist Beziehungsarbeit.

Samuel berichtet von vielen Erfahrungen aus mehr als 300 begleiteten Onboarding-Prozessen und zeigt, dass fachliche Einarbeitung allein nicht ausreicht. Menschen möchten gesehen, verstanden und wertgeschätzt werden.

Gerade in Pflegeeinrichtungen, in denen Zusammenarbeit und Kommunikation eine zentrale Rolle spielen, entscheidet die menschliche Ebene oft darüber, ob neue Mitarbeitende bleiben oder sich frühzeitig neu orientieren.

Digitalisierung kann unterstützen, ersetzt aber keine Menschen

Auch die Digitalisierung spielt im Onboarding eine immer größere Rolle. Digitale Lernplattformen, E-Learning-Angebote oder standardisierte Einführungsvideos können dabei helfen, wichtige Informationen strukturiert zu vermitteln.

Gleichzeitig macht Samuel deutlich, dass digitale Lösungen den persönlichen Kontakt nicht ersetzen können. Die Zukunft liegt in einer sinnvollen Verbindung beider Ansätze.

Warum das „Warum“ immer wichtiger wird

Besonders spannend ist der Blick in die Zukunft. Samuel beobachtet, dass Mitarbeitende heute stärker denn je nach Sinn, Zugehörigkeit und Identifikation suchen.

Gehalt und Benefits bleiben wichtig, reichen aber allein nicht mehr aus. Menschen möchten verstehen, warum ihre Arbeit wichtig ist und welchen Beitrag sie leisten.

Diese Folge zeigt eindrucksvoll, dass gutes Onboarding weit mehr ist als ein Verwaltungsprozess. Es ist eine Investition in Menschen, in Zusammenarbeit und letztlich in die Zukunft einer Einrichtung. Besucht uns auch gern auf unserem YouTube-Kanal und lasst Eure Fragen, Anregungen und Feedback in den Kommentaren da.

In diesem Sinne – einfach weiter Podcast hören, ich freue mich auf Euch.

Eure Francesca
PflegeFaktisch

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