PflegeFaktisch mit Francesca
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Zwischen Praxisdruck und Produktinnovation: Inkontinenzversorgung im Realitätscheck
In dieser Podcast-Episode spreche ich mit Manuela, seit Anfang 2024 Geschäftsführerin der HARTMANN Deutschland GmbH, über ein Thema, das im Pflegealltag riesig ist und trotzdem oft unter dem Radar läuft: Inkontinenzversorgung. Es geht um Tabus, Versorgungsqualität, Entlastung für Pflegekräfte – und darum, warum „ein Produkt für alle“ selten die beste Lösung ist.
Inkontinenz: verbreitet – und trotzdem peinlich
Manuela beschreibt Inkontinenz klar als Tabuthema: Viele Betroffene schämen sich so sehr, dass sie nicht einmal mit dem Partner darüber sprechen und sich stattdessen irgendwie selbst behelfen. Genau deshalb sei Aufklärung entscheidend – und vor allem diskrete Beratung, z. B. in Apotheken mit separaten Räumen.
Gute Versorgung ist passgenau – und schützt die Haut
Für HARTMANN ist Inkontinenzversorgung laut Manuela mehr als „Windel rausgeben“: Produkte müssen passen, dicht halten und in der richtigen Menge eingesetzt werden. Denn Fehlversorgung führt zu Hautirritationen, häufigeren Wechseln, mehr Zeitaufwand und damit weniger Lebensqualität. Eine wichtige Rolle spielen Innovationen, die Flüssigkeit schneller aufnehmen (z. B. MoliCare Skin Guard), damit die Haut möglichst trocken bleibt.
Kostendruck, Digitalisierung und Nachhaltigkeit hängen zusammen
Der Kostendruck führt laut Manuela oft zu Standardlösungen – die am Ende Folgekosten erzeugen (Material, Hautprobleme, mehr Pflegezeit). Digitale Tools wie HILMAS sollen weniger „Kosten senken“ als vielmehr Versorgung innerhalb der Rahmenbedingungen verbessern und Zeit sparen (Überblick, Bestellungen, individuelle Planung).
Beim Thema Nachhaltigkeit betont sie Maßnahmen wie CO₂-Reduktion, optimierte Logistik und Verpackungen – aber auch: Bedarfsgerechte Versorgung reduziert Überverbrauch und Müll.
Die Folge macht deutlich: Inkontinenzversorgung entscheidet über Würde, Alltag und Pflegequalität – und funktioniert am besten, wenn sie individuell, hautschonend und prozesssicher gedacht wird. Gleichzeitig braucht es mehr Offenheit, damit Betroffene Hilfe annehmen können und Pflegekräfte entlastet werden. Besucht uns auch gern auf unserem YouTube-Kanal und lasst Eure Fragen, Anregungen und Feedback in den Kommentaren da. In diesem Sinne – einfach weiter Podcast hören, ich freue mich auf Euch.
Eure Francesca
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