PflegeFaktisch mit Francesca
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Wie tickt die Junge Pflege? Digitalisierung. Generationen und echte Praxisfragen
In dieser Podcast-Episode spreche ich mit Till Wandmacher – live von der Altenpflegemesse 2026 in Essen. Till ist 24, studiert duale, ausbildungsintegrierte Pflege an der UMG und steht trotz anstehendem Nachtdienst auf der Bühne, um zu zeigen, was Junge Pflege heute ausmacht: personenzentriert, neugierig und offen für Veränderung.
Neugier & Veränderungswille – mit klaren Grenzen
Till beschreibt seine Generation als wissbegierig und bereit, Abläufe weiterzuentwickeln – auch wenn das kurzfristig Mehrarbeit bedeutet. Die Grenze ist für ihn klar: Wenn Innovation Pflege vom Menschen weg führt oder die Individualität von Patient:innen gefährdet, ist das der falsche Weg. Und: Es soll kein „Jung gegen Alt“ werden, sondern ein kollegiales Miteinander.
Wenn’s knallt: Studium trifft Praxis
Reibung entsteht, wenn Till Studieninhalte in die Praxis bringt: Das Pflegestudium ist noch neu, viele kennen es kaum – und unterstellen schnell, Studierende wollten „weg vom Bett“. Till sagt: Das ließe sich oft durch mehr Kommunikation lösen. Auch bei KI und Digitalisierung fehlen häufig Einordnung und Schulung – viele denken an „Ersetzen“, dabei geht es ums Unterstützen, vor allem bei der Dokumentation.
Digitalisierung, die wirklich entlastet – und Datenschutz, der ernst gemacht werden muss
Till nennt als echten Gamechanger digitale Dokumentation direkt im Patient:innenzimmer: mehr Zeit für Gespräche, bessere Prioritäten, weniger „Nacharbeiten“. Gleichzeitig schildert er drastisch, wie gefährlich Unwissen sein kann: In der Langzeitpflege wurden Patient:innendaten inklusive Name und Diagnose in ChatGPT eingegeben. Für ihn ein klares Signal: Es braucht dringend rechtliche Schulung und sichere Rahmenbedingungen – sonst wird Fortschritt zum Risiko.
Für mich zeigt das Gespräch: Junge Pflege priorisiert nicht weniger, sondern anders – näher am Menschen und mit einem klaren Blick darauf, was wirklich entlastet. Wenn wir Generationen-Wissen und neue Perspektiven zusammenbringen und Digitalisierung sauber (und datenschutzkonform) umsetzen, kann daraus echte Qualitätsverbesserung entstehen. Besucht uns auch gern auf unserem YouTube-Kanal und lasst Eure Fragen, Anregungen und Feedback in den Kommentaren da. In diesem Sinne – einfach weiter Podcast hören, ich freue mich auf Euch.
Eure Francesca
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